Das meinen wir heute nicht umgangssprachlich im Sinne von „eindrucksvoll“ oder „bedeutend“ – obwohl man das ja durchaus so sehen kann. Wir meinen es hier in dem Sinne, dass KI nicht Selbstzweck, sondern innovatives Werkzeug sein sollte, also sinnvolles „um zu“, nicht bloßes „an sich“. Die Forschungsprojekte GreenSMILE und Close the Gap – CtG-MigHa stehen hier exemplarisch für Ansätze, wie man mit KI Nutzen herstellen kann, der vorher nicht denkbar war, mit KI also, um im Bild zu bleiben, besser denn je den Nagel auf den Kopf trifft.
Im Projekt GreenSMILE wird KI in kleinen und mittleren Unternehmen eingesetzt, um so genannte Green Skills systematisch zu identifizieren und mit Nachhaltigkeitszielen von Unternehmen zu verknüpfen. Diese Technologien ermitteln gezielt ein Skill-Gap an Nachhaltigkeitskompetenzen und schlagen darauf basierend personalisierte Weiterbildungsangebote vor, die den individuellen Anforderungen der Mitarbeiter entsprechen. Qualitus entwickelt in diesem Kontext KI-Komponenten zur Passung der Angebote an die Kompetenzanforderungen.
Das Projekt Close the Gap – CtG-MigHa wiederum nutzt KI, um zugewanderte Menschen bei ihrer Orientierung hinsichtlich Bildungs- und Unterstützungsangeboten im Handel zu begleiten. KI-gestützte Verfahren generieren individualisierte Empfehlungen zu Weiterbildungsangeboten und Beratungsbedarfen auf Grundlage der Kompetenzen und Fähigkeiten von Migranten. Die entsprechenden Empfehlungen erleichtern den Einstieg in den Arbeitsmarkt und fördern die erfolgreiche Integration in den deutschen Arbeitsmarkt. Hier arbeitet Qualitus unter anderem an der Visualisierung der KI-Ausgaben, um Lernerfahrungen zu optimieren.
Kurzum: Wir beteiligen uns aktiv an Innovationen rund um den Einsatz von KI und der Beantwortung von Fragen, wie Künstliche Intelligenz genutzt werden kann, um individuelle Bildungs- und Kompetenzpfade zu erstellen und Lern- sowie Qualifizierungsprozesse gezielt zu unterstützen. Beide Projekte demonstrieren, wie KI-basierte Verfahren in unterschiedlichen Kontexten eingesetzt werden können, um Kompetenzen sichtbar zu machen, die Passung zwischen Lernangeboten und den Bedürfnissen der Lernenden zu ermitteln und maßgeschneiderte Lernpfade zu entwickeln.
Die neuesten Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung präsentieren wir auf der ILIAS-Konferenz in Hamburg im September 2026 und auf der InnoVET PLUS Fachtagung in Berlin im Oktober 2026. Letzteres besonders gerne, weil beide Projekte als InnoVET PLUS-Projekte aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert werden.